Der Durs ist weg

Der Durst ist weg!

Der Mensch benötigt Wasser als Baustoff, Lösungs-, Transport- und Kühlmittel.

Täglich verliert ein älterer Mensch mehr als 2 Liter Flüssigkeit über Schweiß, Atemluft, Stuhl und Harn. Viele Seniorinnen und Senioren verlieren aber das normale Durst- empfinden. Flüssigkeits-defizite werden deshalb nicht oder erst sehr spät registriert. Im Ergebnis trinken ältere Menschen daher zu wenig. Die Deutsche Gesellschaft fürErnährung empfiehlt Personen über 65 Jahren täglich ca. 2,25 Liter Wasseraufzunehmen. Ein Drittel stammt im Durchschnitt aus fester Nahrung, das heißt, aus dem Essen. Der größte Teil, etwa 1,5 Liter, muss über Getränke zugeführt werden.

Besonders an heißen Tagen ist die Verminderung des Durst- empfindens ein ernst zunehmendes Problem, das zu lebensbedrohlichen Austrocknungszuständen (Exsikkose) führen kann. Eine zu geringe Flüssigkeitszufuhr vermindert die Leistungsfähigkeit. Haut und Schleimhäute trocknen aus, die Wirkung von Medikamenten kann beeinflusst, Verstopfungenund Infektionen der Harnwege begünstigt werden, weiß die Deutsche Gesellschaft für Ernährung. Mit steigendem Alter nimmt zwar der Gehalt an Körperwasser

ab, trotzdem benötigen Senioren eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Verwirrt-heitszustände sind nach Angaben der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik die deutlichste Folge einer zu geringen Flüssig-keitszufuhr. Die genannten Symptome lassen schnell wieder nach, sobald die betroffene Person optimal mit Flüssigkeit versorgt wird.

Wegen der geringeren Konzentrationsfähigkeit der Nieren, größerer Störanfälligkeit bei Schwankungen im Wasserhaushalt des Körpers und des geringeren Wassergehalts des Körpers sind alte Menschen für Störungen im Wasserhaushalt besonders anfällig. Durst bestimmt als elementares Verlangen das Trinkverhalten. Die biologische Regulation des Durstgefühls über die Osmorezeptoren im Hypothalamus wird aber mit zunehmendem Alter abgeschwächt. Damit können ältere Menschen ein bestehendes Flüssigkeitsdefizit nicht mehr adäquat wahrnehmen. Bei bereits nachweisbarem Wassermangel klagen sie nicht über ein Durstgefühl und trinken deshalb auch nicht bedarfsgerecht.
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